Geschichte/Sozialkunde - SchulhomepageHOKI

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Geschichte/Sozialkunde

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Die Fachschaft besteht derzeit aus folgenden Lehrkräften:

  • Barsig, Helena (G, Sk)
  • Born, Stefanie (G, Sk)
  • Danner, Christiane (G)
  • Gallus, Anette (Sk)
  • Grill, Veronika (G)
  • Hohnke, Britta (G)
  • Kiefl, Kerstin (Sk)
  • März, Maria (Sk)
  • Miethaner, Kilian (G, Sk)
  • Milak, Lejla (G, Sk)
  • Nothas-Holzmair, Stefanie (G, Sk)
  • Pagel, Andreas (G, Sk)
  • Dr. Romatka-Hort, Regine (G, Sk)
  • Ruppelt, Mark (G)
  • Schätzle, Korbinian (komm. Fachbereichsleitung; G, Sk)
  • Waidhauser, Christoph (G)
Kontaktaufnahme über E-Mail-Korrespondenz:
vorname.nachname@fos-holzkirchen.de

Beachten Sie:
Die Umlaute ä, ö und ü sind durch ae, oe und ue zu ersetzen.
Geschichte
Das Unterrichtsfach Geschichte wird an der FOS in der 11. Jahrgangsstufe unterrichtet. Die erzielte Leistung fließt in das Zeugnis der Fachhochschulreife ein. Es kann in Geschichte auch das Ergebnis des 1. Halbjahres der 11. Jahrgangsstufe eingebracht werden.

Kompetenzstrukturmodell des Faches Geschichte:



Folgende Lernbereiche werden im Fach Geschichte vermittelt:
  • Methodenkompetenzen: Diese werden im Zusammenhang mit den anderen Lernbereichen erworben und hierzu von der jeweiligen Lehrkraft in eigenem pädagogisch-didaktischen Ermessen in alle anderen Lernbereiche integriert.
  • Historische und aktuelle Lebenswirklichkeiten: Stehen wir am Beginn einer neuen Epoche?
  • Einflüsse auf die Lebenswirklichkeit: Ideen und Ideologien des kurzen 20. Jahrhunderts im globalen Wettstreit
  • Historische Lebenswirklichkeiten in Deutschland: Deutsche Geschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs
  • Die Auseinandersetzung mit historischen Lebenswirklichkeiten: Der Umgang mit Diktaturen in Deutschland

Für weitere Informationen, klicken sie hier.
Politik und Gesellschaft
Das Fach Politik und Gesellschaft wird an der FOS in der 12. Jahrgangsstufe zweistündig unterrichtet. Die erzielte Leistung fließt in das Zeugnis der Fachhochschulreife ein.
Folgende Lernbereiche werden im Schuljahr behandelt:

  • Aktuelle Lebenswirklichkeiten im politischen System der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich mit anderen Staaten
  • Gesellschaftliche Lebenswirklichkeiten des Einzelnen
  • Einflussfaktoren auf die Lebenswirklichkeit: Medien in der Bundesrepublik im Vergleich zu Medien in anderen zeitgenössischen Gesellschaften oder Kunst und Kultur in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu Kunst und Kultur in anderen zeitgenössischen Gesellschaften oder Wirtschaft in der Bundesrepublik im Vergleich zur Medien in anderen zeitgenössischen Gesellschaften
  • Aktuelle internationale Herausforderungen und deren Einfluss auf die Lebenswirklichkeiten in Staat und Gesellschaft

Zudem wird im Unterricht stets die notwendige Methodenkompetenz vermittelt und geschult.
Geschichte/Sozialkunde
Das Unterrichtsfach Geschichte/Sozialkunde wird als eigenständiges Fach in der 13. Jahrgangsstufe unterrichtet. Es verbindet aktuelle politische und wirtschaftliche Strukturen mit deren historischer Entwicklung.

Die inhaltliche Schwerpunkte der beiden Lernbereiche sind sehr individuell wählbar:
Lebenswirklichkeit in einer historischen Epoche:
z.B.
  • Lebenswirklichkeit in der Antike (attische Polis oder Rom)
  • Lebenswirklichkeit im Mittelalter
  • Lebenswirklichkeit vom Beginn der Neuzeit bis zum Westfälischen Frieden
  • Lebenswirklichkeit in der Aufklärung und im napoleonischen Zeitalter
  • Lebenswirklichkeit im 19.Jahrhundert
  • Lebenswirklichkeiten im Vergleich - Längsschnitt durch die Epochen

Lebenswirklichkeit in der gegenwärtigen Welt:
  • Lebenswirklichkeiten im Nahen Osten (verpflichtend)
  • Weltpolitische Dynamik als Bestimmungsfaktor für die Lebenswirklichkeit, z.B. USA und Nordamerika, Lateinamerika, Osteuropa, arabische Welt, Afrika, Asien und der pazifische Raum

Zudem wird laufend die Methodenkompetenz der SchülerInnen geschult und verfeinert.
Wettbewerbsbeitrag bpb

Die Klasse F12BS hat am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2015 der Bundeszentrale für politische Bildung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck teilgenommen.

Die eingereichte zweiseitige Zeitung zum Thema „Hauptwohnsitz: Straße?!" stellt unter anderem die Bahnhofsmission München vor, befasst sich mit dem Unterschied der Obdachlosigkeit in der Stadt und auf dem Land und sie erzählt die Geschichte einer fiktiven obdachlosen Person. Ein Koffer mit den Gegenständen, die die SchülerInnen der F12BS selbst am dringendsten benötigen würden, wenn sie gezwungen wären, auf der Straße zu leben sowie Illustrationen und selbst gestaltete Werbeanzeigen zur Thematik runden die Zeitungsseiten ab.

Um in der Zeitung zu Blättern, klicken Sie die Grafik rechts an und die Zeitung steht in lesbarer Größe zur Verfügung.
Externe Partner

Das EU-Planspiel
Es ist mittlerweile eine gute Tradition, dass einige Klassen die Möglichkeit haben, von Vertretern der Europäischen Akademie Bayern den Syrienkonflikt und die Flüchtlingskrise in einem kurzweiligen Planspiel näher gebracht zu bekommen. Nach einem kurzen, jedoch sehr detaillierten Vortrag über die aktuelle Lage in den Krisengebieten und zum Aufbau der EU dürfen sich die Schüler selbst in die Rolle verschiedenster Länder (z.B. Deutschland, Frankreich, Schweden etc.) hineinversetzen und mit Hilfe von Hintergrundinformationen eine Diskussionsrunde im EU-Außenministerrat starten. Die schwierige Aufgabe dabei ist, die Forderungen und Ziele der Gesellschaft sowie der Politik möglichst zu Gunsten des eigenen Landes zu vertreten. Die verschiedenen Parteien tauschen sich daraufhin auf der Basis von schlagkräftigen Argumenten aus und haben das Ziel, einen bestmöglichen Kompromiss für alle beteiligten Länder zu finden – Durchaus schwierig, da kein Land die Wünsche des eigenen Volkes vernachlässigen und auch zur geplanten Problembehebung seinen Teil beitragen möchte. Unter Hilfestellung der Fachkräfte der Europäischen Akademie Bayern können jedoch gegen Ende der Diskussion verschiedene Lösungsvorschläge gefunden und schließlich auch getroffen werden. Insgesamt betrachtet ist der Planspieltag sehr aufregend, abwechslungsreich und informativ, man bekommt dabei neben dem täglichen Schulalltag auch einmal einen vertieften Einblick in die brisanten Themen der Politik.
Daniel Kobl, Klasse 12cS

Thema Asyl: Hintergrundinformationen und Austausch mit einem Asylbewerber
Begleitet von der Leiterin des Integrationskindergartens Holzkirchen Frau Korell und der FSJlerin Frau Thamm besuchte uns Wali aus Afghanistan. Innerhalb von zwei Schulstunden berichtete er uns von seiner Geschichte und ergreifenden Flucht aus seiner Heimat. Auf Fragen antwortete er stets offen und freundlich.
Zudem wurden wir auch herzlich dazu eingeladen, gemeinsam mit Bewohnern des Flüchtlingsheims in Holzkirchen Fußball oder Volleyball zu spielen.
Ich denke der Besuch hat vielen von uns geholfen, Walis Situation, und damit stellvertretend die vieler Flüchtlinge in Deutschland, zu verstehen und ermöglichte uns einen besseren Überblick über diese wichtige Thematik.
Wir bedanken uns bei Frau Korell, Frau Thamm und Wali für diese wertvollen Einblicke.
Die Klasse F12CS im Schuljahr 2016/17

Vorträge von Frau Korell in Begleitung eines Asylbewerbers finden regelmäßig in Klassen der 12. Jahrgangsstufe statt.


Klassenfahrt der F12EW und F12AS nach Landshut vom 07.11. – 09.11.2016
Am Montag, den 07.11.2016 begannen wir, die Klassen 12EW und 12AS, unseren Schulalltag nach den Ferien ganz anders als die anderen. Um 09:30 Uhr war Treffpunkt in Holzkirchen für die Studienfahrt im Rahmen der politischen Bildung nach Landshut mit Frau Becker und Herrn Huhn.

Nach etwa zwei Stunden Fahrzeit kamen wir an der Jugendherberge auf einem kleinen Berg in Landshut an. Als Erstes mussten die Zimmer verteilt werden, zum Glück gab es, anders als angekündigt, doch keine Achtbettzimmer und die Freude über die kleineren Zimmer war groß. Als alles geregelt war, hieß es Betten beziehen und bis 12:30 Uhr war Zeit zur freien Verfügung, die die meisten von uns nutzten, um sich ein genaueres Bild von der Jugendherberge zu machen.

Nach dem Mittagessen starteten die Vorträge der Referenten der Hanns-Seidl-Stiftung. Den Anfang machte Roland Frank mit dem Thema: „Die Türkei: von Atatürk bis Erdogan – ein Überblick über die politische Situation“. Dabei wurde insbesondere erklärt, wie es zur aktuellen Lage in der Türkei gekommen ist.

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es um 16:00 Uhr mit Roland Franks Vortrag: „Amerika wählt einen neuen Präsidenten“, bei dem uns u.a. das Wahlsystem und das präsidentielle System der USA vermittelt wurden. Das war insofern besonders spannend und realitätsnah, da die Wahl tags darauf stattfinden sollte.

Den letzten Vortrag, der bis 21:00 Uhr andauerte, hielt uns am Montagabend Karst Pfeifer, nicht wie geplant über den Brexit, sondern über TTIP: „Chance oder Risiko? Zur Bedeutung einer europäisch-amerikanischen Freihandelszone“. Dabei wurden für uns viele neue interessante, auch positive Aspekte, dargelegt.  

Am Montag und Dienstag hatten wir nach dem festgesetzten Programm von Herr Huhn und Frau Becker noch Zeit, uns Landshut anzusehen, sich gemütlich in eine Bar zu setzen, oder aber auch in der Herberge zu bleiben und uns auszuruhen.

Nach dem Frühstück um 8 Uhr, hatten wir den am Vorabend geplanten Vortrag über den Brexit, ein Wort, das sich zusammensetzt aus „British“ und „Exit“, bei dem uns die Ursachen, Hintergründe und dessen Folgen für Großbritannien, Deutschland und die EU näher gebracht wurden.

Nachdem wir uns bei einem Mittagessen gestärkt hatte, begann Andreas Wills Vortrag zum Thema „Jugend und rechte Gewalt“, welcher in zwei Teile aufgeteilt wurde. Zum einen Radikalismus, Extremismus, Rechtsextremismus, -Rechtsterrorismus, Skinheadszene und Neonazis und zum anderen Musik, Mode und Markenzeichen. Da Herr Will ein Polizeikommissar a.D. ist, der sich in seiner aktiven Dienstzeit sehr ausgiebig mit der Thematik beschäftigt hatte, waren seine Ausführungen sehr anschaulich und wir konnten viele Fragen stellen.



Nach dem Abendessen stand dann noch ein gruppendynamisches Programm auf dem Plan, bei dem wir zuerst einen Ausflug zu einer Burg gemacht haben und danach entscheiden durften, ob wir noch in Landshut bleiben oder zurück in die Jugendherberge gehen und im Speisesaal eine Dokumentation über die Präsidentschaftswahl der USA anschauen möchten.
Den Mittwoch begannen wir dann ein letztes Mal um 08:00 Uhr mit dem Frühstück und der Nachricht, dass Donald Trump wider Erwarten zum Präsidenten gewählt wurde. Einige von uns hatten die Wahl bis in die Morgenstunden verfolgt. Karst Pfeifer hielt abschließend einen Vortrag über die Deutsche Einheit, bei dem wir mehr über den schwierigen Weg vom Mauerfall bis hin zur Wiedervereinigung erfuhren.
Nach dem Mittagessen und der Fahrt über die Autobahn zurück nach Holzkirchen beendeten wir unsere Studienfahrt mit einer gemeinsamen Verabschiedung und können auf drei überaus lehrreiche Tage zurückblicken.

Sarah Theiler, F12AS


Lernort Staatsregierung
Besichtigung des Innenministeriums und der Staatskanzlei

Montag, 03.04.17 09:25 Uhr, München, Odeonsplatz an der Feldherrnhalle:

Wir, die Klasse 12 CT, machten uns auf den Weg zum Eingang des Innenministeriums, wo uns schon unsere Referentin, Claudia Oertel, erwartete. Sie führte uns durch das Gewirr an Gängen bis wir schließlich an unserem Konferenzraum ankamen, wo schon eine leckere Brotzeit für uns bereitstand. Während wir unsere Semmeln und Brezen genossen, hörten wir einen interessanten Vortrag von Herrn Wagenpfeil, einem Polizisten. Dieser erläuterte uns die Geschichte und Funktionsweise des Innenministeriums.
Danach wurden wir kurz über das Thema Datenschutz von Herrn Will aufgeklärt.
Anschließend durften wir in das Büro des Staatssekretärs Eck, wo uns sein persönlicher Berater Einblicke in den Alltag eines Spitzenpolitikers gewährte. Zum Thema „Innere Sicherheit" erzählte uns dann Polizeihauptkommissar Süßbrich einige wichtige Aspekte. Für uns war dies der spannendste Vortrag des Tages.

Gestärkt durch Schnitzel und ein Eis ging es dann für uns weiter in die Staatskanzlei. Dort führte uns unsere Referentin durch das Pressezimmer und zeigte uns einige Kunstobjekte. Das Beeindruckendste an diesem Bauwerk war die 32 m hohe Kuppel des historischen Mittelteils der Staatskanzlei.
Um 16:00 Uhr endete das offizielle Programm. Als wir uns gerade auf den Weg zur U-Bahnstation machen wollten, kam uns noch Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf dem Fahrrad entgegen. Nach einem Foto mit ihm ging es endgültig nach Hause.

Schnitzenbaumer, Petra (F12CT)
Schneider, Michael


Vortrag eines DDR-Zeitzeugen
Am 21. und 22. März 2017 bekam unsere Schule Besuch von Rainer Schneider, einem ehemaligen DDR-Bürger, um uns von seinem Leben dort zu berichten. Es war ein außergewöhnliches Ereignis, da einem ja nicht jeden Tag von einem Zeitzeugen berichtet wird, wie man wirklich in einer Zeit lebte, von der wir sonst nur aus Büchern lesen können.
Zuerst schilderte er uns seine Kindheit in der DDR. Wir bekamen ein Kinderbuch zur Hand, was eigentlich von dem Märchen „Dornröschen" handelte, konnten aber feststellen, dass die Bilder und die Geschichten nicht ganz so waren, wie wir sie aus unserer eigenen Kindheit in Erinnerung hatten. Es tauchten nämlich immer wieder Bilder von Soldaten und Panzer auf. So etwas in einem Kinderbuch hat uns sehr erschrocken.
Der Zeitzeuge wuchs bei seinen Großeltern im Osten Deutschlands mit seinem Bruder auf, während seine Mutter im Westen Deutschlands lebte. Die Mutter hatte viele Anträge gestellt, damit sie ihre Kinder in den Westen holen konnte, welche jedoch alle abgelehnt wurden. Als er dann älter war, wollte er in den Westen Deutschlands flüchten, wurde aber dabei ertappt und kam ins Gefängnis.
Auch das Leben dort hat er uns eindrücklich geschildert und dies immer mit Dokumenten, Flyern oder Filmen veranschaulicht. Durch ihn haben wir Dinge erfahren, die wir davor nicht wussten wie zum Beispiel, dass die Kinder der gehobeneren Schichten im Ferienlager mit kleinen Panzern spielten.
Es war eine sehr interessante Erfahrung, die wir machen durften, und sie hat uns sicherlich weitergebildet. Jede Klasse sollte, sofern dies möglich ist, so ein Gespräch erleben.

Emma Ammann (F11BW)


Vortrag von Sumaya Farhat-Naser
Am 11. November 2016 war die palästinensische Naturwissenschaftlerin, Autorin und Friedenskämpferin Sumaya Farhat-Naser zu Gast an unserer Schule und berichtete über den Nahost-Konflikt aus der Sicht der Palästinenser und über ihre Friedensarbeit im Westjordanland.
Trotz ihrer 68 Jahre wirkte Frau Farhat-Naser von Anfang an unermüdlich und voller Energie. Um eine persönliche Nähe zu den Schüler herzustellen, skizzierte sie gleich zu Beginn ihres Vortrags den mühsamen Alltag der Palästinenser in den besetzten Gebieten, in dem alles, was für uns hier in Deutschland normal und selbstverständlich ist (wie beispielsweise eine Autofahrt von einem Ort zum anderen) kompliziert oder sogar ganz unmöglich ist. Aber sie machte auch gleich zu Anfang ihre Position deutlich, dass es nur einen einzigen Lösungsweg für die beiden Völker der Juden und Palästinenser gebe, die sich beide um das gleiche kleine Stück Land streiten: Man muss sich gegenseitig im jeweils anderen Glauben akzeptieren.
Im anschließenden historischen Rückblick erklärte sie kurz den Nahost-Konflikt aus ihrer Sicht, also der Sicht der Palästinenser. Dieser wird in unseren Medien nach ihren Angaben zum überwiegenden Teil aus israelischer Sicht dargestellt.

1948 zogen sich die Briten aus Palästina zurück. Zu dieser Zeit kamen schon viele jüdische Flüchtlinge nach Palästina und riefen dort den Staat Israel aus. Dies löste den ersten Palästina-Krieg aus, in dem sich die israelischen Truppen, unterstützt von USA und Europa, gegen die der arabischen Nachbarländer durchsetzten. Ergebnis war, dass 77% des Landes an die Israelis fiel, Ost-Palästina kam unter jordanische, der Gaza-Streifen unter ägyptische Verwaltung. 750 000 Palästinenser flohen in die Nachbarländer Jordanien, Syrien, Libanon und Ägypten und wurden dort zu einem politischen und sozialen Problem. Die verbliebenen Palästinenser hofften auf ein Eingreifen des Westens, der ihnen wieder zu ihrem Recht verhelfen sollte. Doch dieser ließ lange auf sich warten und der Konflikt verschärfte sich in den 50ern immer mehr. Erst 1956/57 setzte die UNO den Rückzug der israelischen Truppen vom Golf von Akaba durch und stationierte dort eine UN-Friedenstruppe.

Die arabischen Staaten kämpften unter der Führung Ägyptens immer stärker gegen den Staat Israel. Dabei wurden sie durch die UdSSR unterstützt, während hinter Israel die USA stand. Gleichzeitig formten sich im Land Guerilla-Organisationen, die sich 1964 zu der PLO zusammenschlossen. Im Mai 67 erzwang der ägyptische Präsident Nasser den Abzug der UN-Friedenstruppen und sperrte den Golf von Akaba. Daraus ergab sich der Sechs-Tage-Krieg (Juni 67), bei dem Israel den Gaza-Streifen, die Sinai-Halbinsel und West-Jordanien besetzte. Bis heute ist der Nahost-Konflikt ungelöst und hat sich auf die Nachbarländer um Palästina ausgebreitet.
Hauptleidtragende ist die arabische Bevölkerung von Palästina, die bis heute unter israelischer Besatzung steht. Indem die Israelis Gesetze erließen, die die Unterdrückung der Palästinenser erlauben, machen sie diesen das Leben schwer. Auch die Regierung Palästinas wird unterdrückt. Laut den Angaben Sumayas sitzen inzwischen 34 Abgeordnete im Gefängnis. Eines der größten Probleme der Palästinenser ist, dass sie keine gute Wasserversorgung haben, denn auch das wird von den Israelis kontrolliert. Die Palästinenser müssen andere Straßen benutzen, die schlecht gebaut, schlecht vernetzt und mit vielen Kontrollstopps versehen sind. Durch den Krieg wurde das palästinensische Volk verstreut und das schlechte Straßennetz macht die Kommunikation quasi unmöglich. Noch dazu ummauert Israel seine Gebiete und macht auch so auch die Verständigung zwischen beiden Völkern unmöglich.

Hier greift die Arbeit von Sumaya Farhat-Naser ein. Sie versucht, die beiden Völker zueinander zu bringen, zum Beispiel, indem sie Schüleraustausche organisiert, welche den Zweck haben, miteinander zu reden und sich gegenseitig seine Geschichte zu erzählen. Viele denken nur noch voller Hass an das andere Volk und diesen Hass versucht Frau Farhat-Naser zu untergraben, sodass die Menschen endlich sinnvoll miteinander reden können. Zusätzlich errichtet sie Frauenzentren. Frauen werden stark unterdrückt in diesem Land, hier bekommen sie Unterstützung und haben die Möglichkeit, Geld zu verdienen und sich ein eigenes Leben aufzubauen. Zudem hat sie viele Bücher geschrieben, die das Leben der Palästinenser schildern.

Es war gut, die Schilderung des Konflikts aus erster Hand zu hören. Doch war der Vortrag, meiner Meinung nach, sehr zu Gunsten der Palästinenser – Was man auch  verstehen kann, da die Referentin aus Palästina kommt. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass sie den Konflikt von beiden Seiten beleuchtet. Doch berührt haben mich ihre Kraft weiterzukämpfen und die Hoffnung, die sie immer noch nicht aufgegeben hat. Auch hat sie viele Fragen von uns Schülern beantwortet und ihre Geschichten haben uns alle berührt.

Johanna Kirchner (F11AT)


Organisatorin Dr. Regine Romatka-Hort, Sumaya Farhat-Naser, Schulleiter Josef Schlemmer,
Fachschaftsleiterin Gisela Becker, Stellvertretender Schulleiter Jens Baumgärtel
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